Seife ohne Glycerin
Liste von Glycerinfreier Seife

Autor: Dr. Lisa Dinh
Datum: 19.06.2020
Lesezeit: 2:6 min

Seifen mit Glycerin wirken oft besonders angenehm, weil sie scheinbar Feuchtigkeit spenden. Näher betrachtet, ist dies jedoch ein Irrtum. Wir erklären die Wirkung von Glycerin und zeigen, dass es auch Seifen ohne Glycerin schaffen, diesen angenehmen Effekt zu erzielen.

Glycerin gehört zu der Gruppe der Zuckeralkohole. In Seifen dient es dazu, der Rezeptur eine hautschützende und feuchtigkeitsspendende Wirkung zu verleihen. Der Rohstoff, der wahlweise synthetisch hergestellt oder pflanzlichen- bzw. tierischen Ursprungs ist, gehört nachweisbar zu den gesundheitlich unbedenklichen Substanzen, die an keine negativen Auswirkungen für den menschlichen Organismus gekoppelt sind.

Der Kosmetikrohstoff fungiert als natürliches Trägermedium für Duftstoffe und übt einen viskositätsregelnden Effekt auf die Formel aus. Ferner dient der Stoff als natürliches und sanftes Feuchthaltemittel und verhindert ein Austrocknen der Seife. Insbesondere in Flüssigseife ist Glycerin deshalb essentiell. Entsprechend können feste Seifen tatsächlich ohne den Zusatz des Feuchthaltemittels auskommen.

Glycerinreiche Seifen, die eine Glycerin- Einzelkonzentration von mehr als 30 % besitzen, entziehen den tiefsitzenden Feuchtigkeitsspeichern der untersten Hautschichten Feuchtigkeit. Auch der natürliche Säureschutzmantel wird angegriffen. Die Haut reagiert darauf mit Irritationen und Reizungen. Auf der INCI- Liste einer qualitativ hochwertigen Seife, die die Haut nicht übermäßig austrocknet und gereizte, rissige Haut begünstigt, sollte Glycerin nicht an erster, zweiter oder dritter Stelle der jeweiligen Inhaltsstoffe stehen. Der INCI- Code für Glycerin umfasst optional die Begriffe Glycerin, Proprantiol, Glycerin, pflanzliches Glycerin oder 1-, 2-, 3- Proprantiol.

Hochwertige Naturseife als exklusiver Gegenvorschlag zu herkömmlicher Seife

Naturseife ohne synthetisches Glycerin sorgt genauso gut für eine vitale Haut, ist aber viel milder in der Wirkung auf die Haut. Wer eine hautfreundliche, erlesene Alternative zu konventioneller Seife sucht, sollte qualitativ hochwertige, feste Naturseife verwenden. Das Produktangebot beinhaltet zahlreiche Naturseifen.

Zur Herstellung dieser Seifen nutzen die Hersteller ausschließlich ausgesuchte Rohmaterialien von bester Qualität, die in der Regel aus kontrolliert biologischen Anbau oder artgerechter biologischer Tierhaltung stammen. Die Basiszutaten bilden grundsätzlich exklusive Pflanzenöle wie Kokos-, Palm-, Oliven-, Hanf- oder Avocadoöl. Kräuter, Gewürze, Schaf- und Buttermilch veredeln die Rezeptur zusätzlich und maximieren die hautpflegende, entzündungshemmende Wirkung hochwertiger Naturseifen. Unter Zugabe von Natronlauge werden die Rohmaterialien mittels eines traditionellem Siedeverfahrens aufgekocht.

Im Zuge dessen verbindet sich das pflanzliche Glycerin der Pflanzenöle anhaltend mit den Seifenmolekülen und verbleibt im Gegensatz zu preiswerten, konventionell erzeugten Waren unmittelbar in der Seife, wodurch sich die Pflegewirkung der Naturseife potenziert. Naturseifen sind in der Regel für die Ganzkörper- und Haarpflege bestimmt und sind daher überdurchschnittlich praktisch und nutzerfreundlich. Zahlreiche Naturseifen tragen die Siegel von " BDIH", " Ecogarantie" oder " Ecocert", die die Premium- Qualität der Produkte transparent untermauert.

In Relation zu herkömmlicher Seife wird Naturseife nachweisbar nicht aus minderwertiger tierischem Rindertalg hergestellt, den die Lebensmittelindustrie wegen seiner mangelhaften Qualität, nicht verarbeiten darf. Im Rahmen der konventionellen Seifenproduktion erfolgt eine künstliche Abtrennung des Glycerins, wodurch die feuchtigkeitsspendende Wirkung des Rohstoffes weitgehend verloren geht.