Haarkur ohne Alkohol

Liste von alkoholfreien Haarkuren

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Dr. Lisa Dinh

Lesedauer: 3:14 min

Letzte Änderung: 08.03.2020.

Wenn es dem Haar nicht gut geht, bekommt es eine Kur. Das Wissen, uns und unserem Haar etwas Gutes zu tun, lässt uns die Einwirkzeit genießen. Und tatsächlich – das Haar fühlt sich an wie ausgetauscht. Weich, glatt, geschmeidig. Doch wenn die Haarkur dauerhaft ihr Versprechen nicht halten kann, liegt es vielleicht an dem enthaltenden Alkohol. Wie er wirkt und wann er schadet? Hier wird’s erklärt.

Haarkuren gibt es in den Drogerie- und Supermärkten für jeden Haartyp. Egal ob sprödes oder gefärbtes Haar: Hier findet man schnell ein scheinbar passendes Produkt. Und wenn nicht, hält der Friseur auch noch etwas für uns bereit und preist seine Produkte an. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Ein Blick auf die Liste mit den Inhaltsstoffen ist schon fast Pflicht. Denn neben Silikonen und Parabenen gibt es noch eine weitere Reihe von Inhaltstoffen, die für unsere Kopfhaut und unsere Haarstruktur schädlich sein können. Hierzu gehört auch Alkohol. Obwohl die meisten Menschen Alkohol nur in Verbindung mit dem direkten Verzehr als Genussmittel kritisch sehen, gibt es so viele Wege, ihn anderweitig aufzunehmen. Unter anderem in Pflegeprodukten wie Haarkuren.

Welche Wirkung hat Alkohol in Haarkuren?

Die Wirkung von Alkohol in Haarkuren ist nicht zu unterschätzen. Genaue Information kann langfristig vor Schäden schützen. Was ist Alkohol und warum wird es in Haarkuren überhaupt verwendet? Hierfür gibt es unterschiedliche Gründe. Oftmals dient Alkohol in Haarkuren als Lösemittel, um zum Beispiel wasserunlösliche Stoffe aus Pflanzen zu gewinnen. Dies können zum Beispiel ätherische Öle oder auch andere Öle sein, die man ansonsten nur schwer zu einer Haarkur hinzufügen kann. Wie auch in anderen kosmetischen Produkten, kann Alkohol in Haarkuren eine antibakterielle Wirkung haben oder Fette lösen. Daher wird Alkohol auch als Konservierungsstoff eingesetzt, um das Kosmetikprodukt nach dem Anbruch vor Verkeimung zu schützen und es lange haltbar zu machen.

Im Gegensatz zu anderen Konservierungsstoffen, gibt es nicht nur den einen Alkohol, wie wir ihn vielleicht unter dem Begriff ,,Ethanol” kennen. Aus wissenschaftlicher Sicht, sind Alkohole als eine umfangreiche Klasse von organischen Gruppen definiert. Deswegen findet man Alkohol in kosmetischen Produkten auch unter den Begriffen: Ethyl Alcohol, Methanol, Isopropyl Alcohol und Benzyl Alcohol wieder. In der Kosmetik gibt es zudem auch noch eine andere Unterteilung von Alkohol, und zwar in guten und schlechten Alkohol. Dazu kommen wir später noch.

Warum ist Alkohol in Haarkuren schädlich für uns?

Dass Alkohol nicht gut für unsere Gesundheit ist, müsste den meisten Menschen bewusst sein. Auch für unsere Kopfhaut und unsere Haarstruktur kann Alkohol eine schädliche Wirkung haben. Im Gegensatz zu anderen Konservierungsstoffen, wie zum Beispiel Silikonen, kann man die Wirkung von Alkohol in Kosmetikprodukten, jedoch nicht verallgemeinern. Wie schon erwähnt unterscheidet man in der Kosmetik zwischen guten und schlechten Alkoholen. Zu schlechten Alkoholen zählen einwertige Alkohole, die die Kopfhaut austrocknen und schädigen können.

Wie bei Silikonen und Parabenen auch, spielt auch bei schlechtem Alkohol die eingesetzte Dosis eine große Rolle. Zu der bekanntesten Art von einwertigem Alkohol zählt Ethanol, der in Kosmetikprodukten wie Haarkuren als Lösemittel genutzt wird. Das Problem an dieser Sorte von Alkohol ist, dass er die Kopfhaut ziemlich schnell austrocknen kann. Vor allem Menschen mit Allergien können sehr empfindlich auf diese Art von Alkohol reagieren.

Schlechten Alkohol kann man relativ einfach an folgenden Bezeichnungen in Haarkuren erkennen:

  • Ethyl Alcohol
  • Methanol
  • Isopropyl Alcohol
  • SD Alcohol
  • Benzyl Alcohol

Wie schon am Anfang erwähnt ist es meistens die Dosis von dem Alkohol, die für den Schaden verantwortlich ist. Wie bei allen anderen Inhaltsstoffen ist die genaue Menge, jedoch nicht angegeben. Woran kann man also erkennen, ob in einer Haarkur viel oder wenig schlechter Alkohol vorhanden ist? Hier lohnt es sich, sich an der Auflistung zu orientieren. Wenn der Alkohol bei der Auflistung der Inhaltsstoffe vorne steht, dann bedeutet dies, dass die Menge von diesem Alkohol auch hoch ist.

Alkohol muss, aber nicht zwingend schlecht sein. Es gibt auch guten Fett- und Wachsalkohol. Dieser Alkohol wird meistens aus Pflanzenteilen gewonnen und ist auf der Kopfhaut wie auch auf der Haarstruktur sehr gut verträglich. Er wird in Naturkosmetik eingesetzt.

Fazit: Ob eine Haarkur ohne Alkohol besser ist, kann man daran erkennen, wie die Haut auf die Haarkur reagiert. Jucken und Schuppen zeigen, dass es ratsam ist, die Kur zu wechseln. Aber auch, wenn das Gefühl entsteht, nach fast jeder Haarwäsche eine Haarkur zu brauchen, muss das Produkt auf den Prüfstand.