Creme ohne Alkohol

Liste von alkoholfreien Cremes

Author

Dr. Lisa Dinh

Lesedauer: 2:28 min

Letzte Änderung: 08.03.2020.

Cremes, ob für Körper oder Gesicht, werden in der handelsüblichen Variante gerne mit Alkohol versehen. Dadurch ergeben sich einige Vorteile, aber auch recht massive Nachteile.

Wer liebt es nicht, seinen Körper nach einer ausgiebigen Dusche mit einer pflegenden und feuchtigkeitsspendenden Creme zu verwöhnen. Noch besser, wenn diese sich auch noch angenehm leicht anfühlt und keine fettigen Schmierfilme hinterlässt. Alkohol ist eine solche Zutaten, die den Cremes diese „verfliegenden Note“ einhauchen.

Doch was auf der einen Seite wunderbar zu sein scheint, stellt für die Haut nicht immer die optimale Pflege dar. Wir erklären, warum Alkohol eigentlich nichts in Cremes zu suchen hat.

Was hat Alkohol in Cremes zu suchen?

Alkohol erfüllt gleich mehrere Aufgaben bei einer Creme. Zum einen ist es ein starker Konservierungsstoff, der Keimen und Bakterien gleich zu Beginn den Gar ausmacht. Darüber hinaus können Alkohole sowohl wasser-, als auch fettlösliche Substanzen spalten und dadurch beide Komponenten zu einer homogenen Creme zerfließen lassen.

Speziell auf der Haut wirkt Alkohol fettlösend. Das heißt, dass sich sowohl das hauteigene Fett, als auch jenes der Creme auflöst. Dadurch entsteht letztendlich das super leichte Gefühl. Insbesondere Personen mit fettiger Haut greifen vermehrt zu alkoholhaltigen Cremes, weil sie den glänzenden Film praktisch in Luft auflösen.

Infolgedessen haben Alkohole ihre Daseinsberechtigung. Doch Vorsicht! Nicht jeder Alkohol ist gut!

Wieso ist Alkohol keine besonders gute Zutat in Cremes?

Zunächst einmal müssen wir zwischen zwei Gruppen von Alkoholen unterscheiden: die guten und die schlechten Alkohole. Beide Gruppen haben auf kurze Sicht die oben genannten Vorteile und wirken wunderbar fettlösend.

Während die guten jedoch obendrein pflegend und schonend zur Haut sind, greifen die schlechten massiv in die Hautgesundheit ein. Durch die aggressive Wirkung kommt es schnell zu Hautreizungen und Rötungen. Im weiteren Verlauf reagiert die Haut mit einem umso stärkeren Rückfett-Effekt, um die zerstörte Schutzbarriere der Haut wieder auszugleichen. Gerade für Menschen mit fettiger Haut ist das alles andere als wünschenswert.

Unterm Strich stehen folgende Konsequenzen, wenn die Haut mit schlechten Alkoholen in Kontakt kommt:

  • Stärkere Reizung
  • Talgproduktion spielt verrückt, daher umso fettigere Haut
  • Trockene Haut wird noch trockener
  • Allergische Reaktionen

Wenn überhaupt sollten Cremes mit guten Alkoholen verwendet werden, doch auch hier gilt Sorgfalt. Denn auch zu viele gute Alkohole können zu unangenehmen Hautreizungen führen.

Als Übersicht soll die folgende Liste aller schlechten Alkohole dienen. Sobald einer der genannten Begriffe auf der Inhaltsliste steht, raten wir vom Kauf ab:

  • Alcohol Denat
  • Ethyl Alcohol
  • Benzyl Alcohol
  • Methanol
  • Isopropanol
  • Alcohol
  • Ethanol
  • Propanol
  • SD Alcohol
  • Propyl Alcohol
  • Phenethyl Alcohol
  • Isopropyl Alcohol

Alkoholfreie Cremes- Empfehlungen

Soll die Creme am besten komplett frei von Alkohol sein? Auch das ist kein Problem. Eine rein naturkosmetische Creme kommt in der Regel völlig ohne Alkohole aus und ist mit vielen hochwertigen Ölen gespickt.

Sofern es sich um keine naturkosmetische Variante handelt, werden anstelle von Alkohol sehr gerne sogenannte Diole zur Konservierung und fettlösenden Eigenschaft verwendet. Diese sind erst in einer sehr viel höheren Konzentration reizend und daher die weitaus bessere Alternative.

Fazit

Ob gute oder schlechte Alkohole, Cremes sollten im Idealfall völlig ohne Alkohol auskommen. Ein alternativer Träger- und Fettlösestoff stellen die Diole dar. Doch fettbasierte Cremes aus der Naturkosmetik können auch vollständig auf Konservierung verzichten.