Shampoo ohne Alkohol
Liste von alkoholfreien Shampoos

Autor: Dr. Lisa Dinh
Datum: 24.05.2020
Lesezeit: 2:40 min

Nach Wasser ist Alkohol oft ein weiterer Hauptbestandteil von Shampoos. Der Alkohol soll desinfizieren, Feuchtigkeit erhalten oder das Haar austrocknen. Dabei wirkt er oft aggressiv und greift Haut und Haare an.

Alkoholfreie Shampoos setzen sich immer stärker durch. Zugesetzter Alkohol wirkt teilweise aggressiv auf die Kopfhaut ein und trocknet die Haare aus. Er wird als Trägerstoff zugesetzt und um das Shampoo rein zu halten und zu verhindern, dass sich Keime im Shampoo bilden. Ein Konservierungsmittel sozusagen. Die negativen Nebeneffekte reichen von Hautalterung bis zu trockenen und brüchigen Haaren. Weniger stark riechende Alkoholsorten werden auch als Duftstoffe eingesetzt. Wir zeigen auf, worauf man bei Shampoo mit Alkohol achten muss und warum alkoholfreie Shampoos besser sind.

Was bewirkt Alkohol im Shampoo?

Die Hauptwirkung von Alkohol in Shampoo ist die Desinfektion und Konservierung der Haarpflegemittel. Eine lange Haltbarkeit wird von den Herstellern angestrebt und dabei sollen die Shampoos möglichst frei von Keimen bleiben. Nicht jeder verschließt die Packungen wieder und wenn offene Shampoos eine Weile im Bad stehen, wo es feuchte Luft gibt, können sich Duft, Farbe und Qualität des Shampoos verändern. Außerdem wirkt Alkohol auf die Haare. Wie diese Wirkung genau aussieht, entscheidet die Art des zugesetzten Alkohols. Einige wollen entfetten, einige trocknen sehr stark aus und wieder andere sollen eine glättende Wirkung auf die Haare haben. Aber Alkohol wird auch als Weichmacher oder Aufschäumer eingesetzt. In anderen kosmetischen Produkten wird er auch zum Verdicken angewendet oder als Emulgator für die Verbindungen zwischen Fetten und Wasser.

Warum ist Alkohol im Shampoo schädlich?

Alkohol schädigt die Haarstruktur und Hautbeschaffenheit. Einige Alkohole wie Isopropyl wirken toxisch. Da Alkohol oft in größeren Mengen beigegeben wird, kann die Haut viel zu stark ausgetrocknet werden. Sie wird dann durchlässiger für Schadstoffe und altert schneller. Sehr empfindliche Anwender können Kontaktallergien bekommen. Die meisten Hersteller sehen im Alkohol vor allem den Konservierungsstoff. Dass dieser sich auf die Anwender auswirkt nehmen sie in Kauf. Denn die Desinfektion findet nicht nur im Shampoo an sich statt, sie setzt sich auf der Haut und in den Haaren fort. Damit wird das Hautmilieu ins Ungleichgewicht gebracht und die Haut wird anfälliger für Reizungen jeglicher Art.

Alkoholfreie Shampoos erkennen

Hersteller sehen die Kennzeichnung von Schadstofffreiheit als Marketinginstrument. Daher tragen die meisten alkoholfreien Shampoos auch bereits den Hinweis, dass sie alkoholfrei sind gut sichtbar auf der Packung oder einem zusätzlich angebrachten Aufkleber. Apps fürs Handy können ebenfalls die gefährlichen Inhaltsstoffe aufspüren und helfen, ein alkoholfreies Shampoo zu erkennen. Auf der Liste der Inhaltsstoffe sind Alkohole mit folgenden Bezeichnungen genannt:

  • Alkohol Denat (SD Alkohol)
  • Benzyl Alkohol
  • Cetearyl Alkohol & Cetyl Alkohol
  • Isopropyl Alkohol
  • Stearyl Alkohol

Sind alle Alkoholfreien Shampoos gut?

Bei jedem Produkt gilt, dass weder Werbung noch Empfehlung eines Dritten ein Produkt gut machen. Es wird gut, wenn man selbst es verträgt und mag. So muss auch bei alkoholfreien Shampoos darauf geachtet werden, dass weder Preis noch der alleinige Hinweis auf Alkoholfreiheit die Qualität garantieren, die man sich wünscht. Jeder ist anders und jeder reagiert anders. Das richtige und individuell für gut befundene Shampoo muss jeder für sich selbst finden.

Alkohol alternative Wirkstoffe

Unter dem Aspekt der Konservierung gibt es Alternativen zum Alkohol in Shampoos. Allerdings sind diese teilweise auch umstritten und von vielen unerwünscht, werden nicht vertragen oder bergen gesundheitliche Risiken. Shampoos aber nicht mit Konservierungsstoffen zu versehen, wäre für die Verbraucher auch ein hohes Risiko. Es wird daher in jedem alkoholfreiem Shampoo ein Konservierungsmittel als Ersatz zu finden sein.

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