Gesichtscreme ohne Alkohol
Liste von alkoholfreien Gesichtscremes

Autor: Dr. Lisa Dinh
Datum: 19.06.2020
Lesezeit: 4:53 min

Alkohole sind für Kosmetikhersteller ein sehr flexibel einsetzbarer Stoff, der viele Aufgaben übernimmt. Da Alkohole aber im gleichen Zuge der Haut enormen Schaden hinzufügen können, sollten sie möglichst vermieden werden.

Der Begriff „Alkohol“ löst bei jedem Menschen ein anderes Gefühl aus. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Doch was ist, wenn es nicht ums Anstoßen auf Partys geht, sondern um Hautpflege?

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Fakt ist: Alkohol ist nicht gleich Alkohol und der Wirkstoff findet in Form von unzählig vielen unterschiedlichen Verbindungen in vielen Bereichen seine Anwendung. Wir beleuchten, was Alkohole in Gesichtscremes zu suchen haben und ob sie für Haut und Körper gesund sind.

Sind Alkohole in Gesichtscremes per se schlecht?

Alkohol – das weiß fast jedes Kind – ist extrem zuverlässig, was das Abtöten von Bakterien angeht. Außerdem löst der Wirkstoff Fett, womit es die ideale Zutat für Gesichtscremes speziell für fettige Haut darstellt. Allerdings müssen wir bei kaum einen anderen Schadstoff unter den Kosmetika so differenziert vorgehen wie bei den Alkoholen. Es gibt nämlich sowohl gute, als auch schlechte Alkohole.

Die folgende Liste kann als Hilfe bei der Überprüfung der Inhaltsstoffe einer Gesichtscreme dienen. Sollte das präferierte Produkt Alkohol enthalten, so ist darauf zu achten, dass ausschließlich folgende gute Alkoholformen aufgeführt werden:

  • Cetyl Alcohol
  • Stearyl Alcohol
  • C 14-22 Alcohols
  • Arachidyl Alcohol
  • Cetearyl Alcohol
  • Myristyl Alcohol
  • Oleyl Alcohol
  • Palmitoleyl Alcohol
  • Lauryl Alcohol
  • Lanolin Alcohol

Hinweis: Nicht nur die Art des Alkohols macht das Gift, sondern auch die Dosis. Insofern gilt als grobe Orientierung, dass bei keinem Produkt eine der verschiedenen Alkoholverbindungen unter den ersten fünf aufgelisteten Inhaltsstoffen stehen darf.

Auf der anderen Seite sollten folgende schlechte Alkohole möglichst nicht in einer Gesichtscreme vorkommen:

  • Alcohol Denat
  • Ethyl Alcohol
  • Benzyl Alcohol
  • Methanol
  • Isopropanol
  • Alcohol
  • Ethanol
  • Propanol
  • SD Alcohol
  • Propyl Alcohol
  • Phenethyl Alcohol
  • Isopropyl Alcohol

Schlechte Alkohole in Gesichtscremes – Aufgaben und Nachteile

Schlechte Alkohole werden aus einer Vielzahl von Gründen eingesetzt. Grundlegend gilt aber, dass sie im Vergleich zu den guten Alkoholen günstiger sind. Weiterhin wirken sie mattierend und „verleichtert“ die Creme, indem sie Fette auf der Hautoberfläche auflösen. Dadurch reduziert sich in Sekundenschnelle das unangenehme fettig-glänzende Gefühl auf der Haut. Hinzukommt, dass die Alkohole die Haut sensibler für andere Wirkstoffe einer Creme machen. Etwaige Vitalstoffe wie Vitamin C oder Vitamin E, sowie Feuchtigkeit können auf diese Weise leichter in die Poren gelangen. Abgesehen von der direkten Wirkung auf der Haut, sind Alkohole auch deswegen so interessant, weil sie nicht nur Fette, sondern auch Wasser lösen, wodurch sich alle Bestandteile der Gesichtscreme optimal vermischen können.

Die Nachteile von schlechten Alkoholen

Was auf der einen Seite wunderbar klingt, kann dummerweise ein übles Nachspiel haben. Denn schlechte Alkohole wirken, wenn überhaupt, nur kurzfristig und dabei dermaßen aggressiv, dass sie der Haut nachhaltig schaden können.

Jene Alkohole begünstigen die Bildung sogenannter freien Radikale, die die Hautzellen oxidieren (abbauen/altern) altern lassen. Der Körper muss also viel Aufwand betreiben, um die Radikale zu bekämpfen, doch wenn diese immer wieder aufgetragen werden, kommt es nach und nach zum Absterben der Hautzellen. Obendrein verursachen schlechte Alkohole immer wieder Allergien und Hauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis oder Dermatitis.

Doch auch kurzfristig kann der „Schuss nach hinten losgehen“. Dadurch, dass Alkohole die Fettoberfläche auf der Haut lösen, kann die hauteigene Talgproduktion außer Gleichgewicht gebracht werden. Das Ergebnis ist ein umso stärkeres Rückfetten – also das, was es eigentlich zu vermeiden galt.

Gute Alkohole in Gesichtscremes

Gute Alkohole hingegen arbeiten ähnlich wie die schlechten Alkohole, jedoch ohne die Vielzahl an Nachteilen. Während die schlechten nämlich die Haut kurzfristig austrocknen, um anschließend ein noch stärkeres Rückfetten zu provozieren, speichern die guten Alkohole Feuchtigkeit und fördern absolut keine Irritationen.

Doch auch hier ist die Konzentration das A und O. Wenn die Haut sich mit zu viel Alkoholen konfrontiert sieht, wird sie darauf reagieren müssen. Insbesondere eine schnellere Hautalterung wird mit der regelmäßigen Behandlung mit alkoholhaltigen Gesichtscremes in Verbindung gebracht.

Alkohol Denat – ein zu vermeidender Sonderfall

Die wohl beliebteste Alkoholverbindung in diversen Gesichtscremes ist Alkohol Denat. Es handelt sich dabei um vergällten, also ungenießbaren Alkohol (denaturiert), wodurch die Industrie die Alkoholsteuer einspart. Zwar ist der Alkohol an sich nicht zu verteufeln, allerdings sind es die Vergällungsmittel, die auf der Haut zu Unverträglichkeiten und Reizungen führen können.

Was ist denn jetzt die beste Creme für das Gesicht?

Eine sehr gute Frage, denn letztendlich ist es nicht notwendig, Alkohole zu 100% aus der Gesichtscreme zu verbannen – zumindest, wenn es sich um die guten handelt. Wer jedoch auf die totale Nummer Sicher gehen will, sollte zur Naturkosmetik greifen. Gesichtscremes auf natürlicher Basis arbeiten in der Regel mit den sogenannten Diolen oder verzichten komplett auf alkoholähnlichen Stoffen.

Diole können als das Upgrade 2.0 zu den Alkoholen verstanden werden, da sie ebenfalls alle Vorteile wie Konservierung, Fettlöslichkeit, Mattierung und Verbesserung der Hautaufnahmefähigkeit mit sich bringen, darüber hinaus jedoch nicht die verheerenden Nachteile haben. So sind Diole auch in höheren Konzentrationen schonend und provozieren weder eine schnellere Hautalterung, noch Irritationen und Reizungen.

Eine empfehlenswerte Tagescreme kommt von Bioniva und arbeitet mit botanischer Hyloronsäure und Vitamin C. Sie wirkt feuchtigkeitsspendend und verlangsamt den Alterungsprozess durch einen hochwertigen Inhaltsstoffe-Komplex mit zusätzlicher Aloe Vera und mit grünem Tee. Im gleichen Zuge wird nicht nur auf Alkohole, sondern auch auf Parabene und auf jegliche Mineralölsubstanzen verzichtet.

Fazit

Alkohole in Kosmetika sind stets differenziert zu betrachten. Gewisse Verbindungen sind nämlich gut und verursachen lediglich in zu hohen Mengen einen echten Schaden und wirken sonst sogar gesundheitsfördernd für die Haut. Auf der anderen Seite sollte unbedingt die schlechten Alkohole vermeiden, da sie einen zu großen kurz- und langfristigen Schaden verursachen.

Das Nonplusultra stellt indes eine Gesichtspflege völlig frei von Alkoholen aus der Naturkosmetik dar. Hier werden Diole anstelle von Alkohol eingesetzt, welche ähnlich wie Alkohol agieren, bloß ohne die Nachteile.