Make-Up ohne Mikroplastik

Liste von mikroplastikfreiem Make-Up

Author

Dr. Lisa Dinh

Lesedauer: 2:57 min

Letzte Änderung: 08.03.2020.

Die wenigsten Frauen wollen noch auf ihr tägliches Make-up verzichten. Ein frisches Make-up lässt einen selbst nicht nur viel frischer wirken, sondern kann auch das Selbstbewusstsein verbessern.

Make-up gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Farbrichtungen, sodass für jeden etwas mit dabei ist. Die wenigsten Frauen machen sich dann noch Gedanken um die Inhaltsstoffe in dem Make-up. Dabei können die Inhaltsstoffe eine tatsächliche Gefahr für unsere Gesundheit und unsere Umwelt darstellen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Mikroplastik.

Was bewirkt Mikroplastik in Make-up?

Zu Beginn sollten wir erstmal verstehen, was Mikroplastik überhaupt ist, um im Nachhinein auch zu verstehen warum sich Plastik in unserem Make-up befindet. Mikroplastik ist im Grunde nichts anderes, als Plastikpartikel mit einem Durchmesser von höchstens 5 mm. Da der Durchmesser oftmals noch kleiner ist, kann man Mikroplastik in Make-up und anderen Produkten auch so gut wie gar nicht erkennen.

Produziert wird Mikroplastik als Rohstoff aus Erdöl. Die Produktion findet meistens industriell statt, da andere Produktionsmethoden zu viel Zeit und Geld kosten würden. Welche Wirkung Mikroplastik hat, ist von dem jeweiligen Kosmetikprodukt abhängig. Mikroplastik in Bodylotion ist zum Beispiel dafür zuständig die Haut im Nachhinein geschmeidiger zu machen. In Peelings hat Mikroplastik meistens eine Schleiffunktion. In vielen anderen Produkten werden Plastikpartikel als Bindemittel oder Füllmittel eingesetzt. Das ist auch einer der Gründe warum sich in vielen Reinigungsprodukten Mikroplastik befindet.

Auch in Make-up können wir mittlerweile Mikroplastik in Form von Kügelchen wiederfinden. Klassische Beispiele sind zum Beispiel Lippenstifte und Lipgloss. Auch unser täglicher Puder enthält Plastikpartikel. Bei konventionellen Herstellern von Lidschatten, kann man auch damit rechnen, dass sich in den Produkten Mikroplastik befindet. Das Gleiche gilt auch für Eyeliner. Bei flüssigem Make-up befindet sich normalerweise auch eine gewisse Menge an Mikroplastik. Oftmals verbessern Plastikpartikel in Form von Kügelchen das Endergebnis von unserem Make-up.

Warum ist Mikroplastik in Make-up schädlich?

Nur weil die äußerliche Wirkung von Mikroplastik in Make-up positiv erscheint, bedeutet dies nicht, dass die Plastikpartikel nicht auch zu einer potentiellen Gefahr für uns werden können. Das Problem an Mikroplastik ist, dass es kaum abbaubar ist. In der Natur braucht Plastik mehrere tausend Jahre, um sich vollständig abzubauen. Doch wie gelangt Mikroplastik in unserem Make-up überhaupt in die Natur? Ganz einfach: Durch das Abwasser! Es sind natürlich immer nur kleine Partikel, die durch das Abwasser in die Natur gelangen. Im Endeffekt macht, aber die große Menge den Unterschied. Dieses Mikroplastik gelangt dann nicht nur in unser Ökosystem. Die Tiere dort nehmen dieses Mikroplastik auf und können dadurch erkranken.

Gesundheitlich kann Mikroplastik ebenfalls schädlich sein. Mikroplastik wird von unserem Körper nämlich als Fremdkörper wahrgenommen. Kleinere Mengen von diesen Plastikpartikeln werden zwar direkt ausgeschieden, große Menge können aber problematisch werden. Zudem können Mikroplastik in Make-up auch auf unserer Hautoberfläche das Austrocknen fördern und führen bei manchen Menschen auch zu Allergien.

Mikroplastikfreies Make-up erkennen

Da sich Mikroplastik heutzutage in fast allen Produkten wiederfindet, kann es vielen Menschen schwer fallen, passende Alternativen zu finden. Die sicherste Methode ist immer noch an Hand von den Inhaltsangaben zu überprüfen, dass sich wirklich kein Mikroplastik in dem Make-up befindet. Nur weil Hersteller angeben, dass ihre Produkte frei von Mikroplastik ist, bedeutet dies noch nicht, dass sich keine Plastikzusätze darin befinden können. An Hand von diesen Inhaltsangaben können Sie Mikroplastik in Ihrem Make-up erkennen:

  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Dimethiconol
  • Methicone
  • Polyamide (PA, Nylon)
  • Polypropylene (PP)
  • Polypropyleneglycol (PPG)
  • Polystyrene (PS)
  • Polyurethane (PUR)
  • Siloxane
  • Polyacrylate (PA)
  • Polymethylmetacrylate (PMMA)
  • Polyquaternium (PQ)
  • Polyethylene (PE)
  • Polyethyleneglycol (PEG)
  • Polyethyleneterephtalate (PET)

Wie Sie selbst sehen können, gibt es eine Menge an chemischen Begriffen hinter denen sich Mikroplastik verbergen kann. Deswegen kann es sich lohnen eine kostenlose App wie ,,CodeCheck” herunterzuladen. Für diese App brauchen Sie lediglich den Barcode der Produkte und können danach überprüfen, ob sich Mikroplastik in diesen Produkten befindet oder nicht.